Vor sieben Jahren sass ich am 11. September in meinem Auto. Auf der Rückreise von den britischen Kanalinseln fuhr ich durch Frankreich. Es regnete in Strömen — trotzdem wollte ich noch ein paar Tage in der Gegend bleiben und den Rest meines Urlaubs irgendwo auf dem Land geniessen.
Radio hatte ich seit Stunden nicht mehr gehört. Es muss im Burgund gewesen sein, als mich ein Freund anrief. Er vermutete mich in meiner Lieblingsstadt: New York City. So erst erfuhr ich von dem Anschlag. An der nächsten Raststätte hielt ich an und sah im Fernsehen immer und immer wieder die Türme des World Trade Centers einstürzen. Das Bild hat sich eingebrannt.
Damals fuhr ich die ganze Nacht hindurch bis nach Hause. Etwas Unfassbares war geschehen. Ich war traurig und hilflos.
Die Wunden sind bis heute sichtbar: In unserer Gesellschaft wird fremd aussehenden Menschen vielfach mit Misstrauen begegnet. Öfter nehme ich wahr, dass dabei auch Angst mitschwingt.
Genau sieben Jahre später bin ich in Echzell unterwegs. …

