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Archiv für März 2009

Darf’s ein wenig mehr sein?

Im Juni 2008 startete ich das Online-Projekt der Wetterauer Weltbilder. Knapp zehn Monate und mehr als 10.000 Besucher später: Es ist Zeit, ein wenig zu polieren. Nicht, weil ich Glanz vermisse, nein, vielmehr meine ich, dass es mittlerweile einfach ein wenig mehr sein könnte.

Dieser Blog lief bisher hier bei wordpress.com, einem wunderbaren Service, den ich jedem Neu-Blogger empfehlen kann — aber manches ist hier begrenzt. Also habe ich den Entschluss gefasst, den Wetterauer Weltbildern eine eigene Domain (wetterauer-weltbilder.de) und seinen Lesern und Leserinnen etwas mehr Nutzen zu spendieren. Einige neue Features sind bereits implementiert (beispielsweise die nun viel benutzerfreundlicheren Galerien), andere werden in den nächsten Wochen folgen. Manches kleine Detail werden Sie allerdings bereits heute beim Stöbern entdecken. Schauen Sie also mal rein!

wetterauer-weltbilder.deEs soll also ein bisschen professioneller zugehen — zu Ihrem Vorteil. Wenn Ihnen die neue Version gefällt, erzählen Sie es weiter, denn: «Applause is the food for entertainment»¹, so meinte der Schlagzeuger Art Blakey (hier in einer tollen Version von «Moanin’» bei der wir lernen könne, dass Japaner genauso falsch mitklatschen können wie unsereins) häufig am Ende seiner Sessions. Und der Mann hatte Recht!

Besuchen Sie diesen Blog also bitte zukünftig unter wetterauer-weltbilder.de/blog (RSS-Feeds müssen neu eingerichtet werden, der Abo-Service funktioniert natürlich auch weiterhin) und beachten Sie: Die Kommentarfunktion hat auch im neuen Blog geöffnet. ;-)

-fj

PS. wetterau.wordpress.de wird zwar noch eine Weile geöffnet bleiben, aber natürlich werden hier keine neuen Artikel mehr erscheinen.

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¹ Applaus ist die Nahrung für Unterhaltung.

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Hausgemacht

Rückblende: Zur Weihnachtszeit sitze ich mit Kaffee und Kuchen an einem Tisch mit einer Stadtverordneten. Viel Frust ist ihren Worten zu entnehmen: Alles sei schwierig, sie hielte seit Jahren den Kopf hin, danken würde es ihr niemand — und das Interesse der Bürger an den Stadtverordnetenversammlungen sei so gross wie Kochs Absicht, mit der Linken zu koalieren.

Vermutlich ist diese Einschätzung nur ein weiteres, düster gemaltes Bild des Politikverdrusses, den wir seit Jahren an einer immer weiter sinkenden Wahlbeteiligung ablesen können. Aber woran liegt das? Warum lassen sich so wenig Menschen — auch und gerade in der Lokalpolitik — für ihre eigenen Belange direkt vor der Haustür interessieren, vielleicht sogar begeistern?

Nun, Politik ist oft eine trockene Angelegenheit — und das ist in Reichelsheim nicht anders als sonstwo. Für Otto und Anna Normalbürger bleibt vieles unverständlich. Politiker sind zudem meist eher brave und langweilige Zeitgenossen, kaum einer präsentiert sich so mediengelackt wie Karl-Theodor zu Guttenberg am Times Square in New York City.

Wir wissen: Themen und Personen müssen interessanter sein und besser verpackt werden, um die Menschen zu erreichen. Wer aber soll das in der Provinz tun, wenn es schon auf der grossen Politikbühne meist fad und bieder ist?

Üpl. oder apl. — das ist hier die Frage
Die Stadtverordnetenversammlung vom 18.3.2009 zeigte in beeindruckender Anschaulichkeit, warum Publikum dort so selten ist wie eine Schwalbe über dem Gemeindehaus in Heuchelheim im März. Zwar lag für Besucher die Tagesordnung aus, aber Hintergründe zu den zu behandelnden Themen enthielt sie natürlich nicht. Dass sie auch nicht für Aussenstehende gedacht war, unterstreicht die Formulierung unter TOP 9: …

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